
Bildung, Quelle: Wilhelmine Wulff / pixelio.de
Was die Bildung angeht – wer hätte das gedacht? – kann der Westen vom Osten lernen. Unter anderem kann man nach guter Bildung Deutschlandweit hier suchen. So wurden neue Studien aufgedeckt in denen deutlich ist, dass der Osten nicht so schlecht abschneidet wie häufig behauptet. Auf den ersten Plätzen befinden sich somit souverän die neuen Bundesländer Thüringen und Sachsen. Dahinter dann gefolgt von Baden-Württemberg und Bayern. Schlusslicht dieses Rankings bildet immer noch Berlin, wobei sich dieses genau wie alle anderen verbessern konnte. Interessant ist, dass seit 2004 sowieso alle Bundesländer stark zugelegt haben. Die größte Verbesserung konnte Mecklenburg-Vorpommern aufweisen, da diese sich von dem 15. auf den 10. Platz verbesserten. So wäre Berlin mit dem Ergebnis von 2011 im Jahr 2004 ganz klarer Spitzenreiter. Auch im Vergleich mit Europa zählt Deutschland zu den vorderen Plätzen. Nur international liegt es noch weit hinter den Spitzenreiter Kanada, Finnland und der Schweiz hinterher.
Das die beiden neuen Bundesländer so gut abschneiden lässt sich durchaus erklären. So haben Sachsen und Thüringen nach der Wende ihr Modell des 12jährigen Abiturs beibehalten und mussten somit in den letzten Jahren nicht wie viele andere ihr Schulsystem umstellen. Außerdem gab es auch schon seit DDR-Zeiten keine Hauptschule mehr, sondern ein 2-gliedriges Schulsystem, was beispielsweise in Bayern gerade stark in der Diskussion ist.
Deutschlandweit ist zu beobachten, dass eine “Bildungsexplosion” wie bereits in den 70er Jahren vorliegt. So suchen mehr als 47% der Schüler nach der Schulzeit den Weg zum Studium. Es ist nun aber nicht so ein Überangebot an Studenten auf dem Markt verfügbar ist. Ganz im Gegenteil: Der Markt benötigt Akademiker und die Nachfrage ist riesengroß, sodass ein Studium fast schon notwendig ist um einen höherwertigen Beruf zu erlangen. Ob diese Entwicklung so positiv ist, ist natürlich eine andere Frage.
