
Signet der Piratenpartei, Foto: Flickr/Piratenpartei Deutschland
Bei der Piratenpartei handelt es sich um eine Partei welche im Jahr 2006 gegründet wurde und sich an einem schwedischen Vorbild orientierte. Bei der Bundestagswahl 2010 schafften sie dann aus dem Stand erstaunliche 2,4 Prozent und zogen somit die erste Aufmerksamkeit auf sich. Im Superwahljahr 2011 schafften sie bei den ganzen Landtagswahl meistens auch um die 2%. Doch in Berlin soll nun alles anders werden.
So gilt gerade die Bundeshauptstadt als Hochburg der Piraten. Die Partei zählt hier über 1000 Mitglieder und eine riesige Anhängerschaft. Laut neuster Prognosen liegt die Partei bei ungefähr 6,5% und würde somit die 5% Hürde und damit ins Abgeordnetenhaus einziehen. Das wäre ein riesiger Erfolg mit dem die Partei vorher selbst nicht gerechnet hatte.
Als Grund dafür kann man mehrere benennen. Zum einen schwächeln die Konkurrenten. Die FDP wird es bei der Wahl wahrscheinlich mit knapp 3% nicht schaffen ins Abgeordnetenhaus einzuziehen und somit die Auswirkungen des Bundestrends zu spüren bekommen. Auch die Grünen haben im Gegensatz zu Prognosen vor einem halben Jahr stark verloren und werden mit großer Sicherheit keine eigene Bürgermeisterin stellen, sondern höchstens Koalitionspartner sein. So kann man davon ausgehen, dass viele abgewanderte Wähler zu den Piraten gegangen sind. Ein weiterer Faktor ist die Tatsache, dass die Piraten es schaffen vor allem die Unentschlossenen und häufigen Nichtwähler zu überzeugen, was ihnen einen beachtlichen Stimmenanteil einbringt. Hinzu kommt noch, dass Berlin mit seiner urbanen Struktur ein besseres Informations- und Organisationsnetz für die kleinen Piraten bietet als in etwa ein weitläufiges und ländliches Baden-Württemberg.
Wenn die Piraten am Sonntag tatsächlich die Sensation schaffen und ins Abgeordnetenhaus einziehen stehen ihnen mindestens 7-8 Sitze zu. Dann darf man gespannt sein wie die Partei diese Chance nutzen und ob sie ihren Zielen treu bleiben wird.
